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Wirtschaftssmediation
Konflikte in und zwischen Unternehmen gehören zum Wirtschaftsalltag.


Sie können erhebliche Kosten verursachen, wichtige Beziehungen zerstören und im Extremfall sogar zu Firmenzusammenbrüchen führen.


Es können aber auch Energien freigesetzt werden, die zu einer kreativen Lösung der Probleme und zu einer Verbesserung der Beziehungen der Beteiligten führen.

Eines der wichtigsten und effektivsten Instrumente professionellen Konfliktmanagements ist die Mediation.
Die Wirtschaftsmediation ist die professionelle Konfliktvermittlung bei Wirtschaftsstreitigkeiten.
Es gibt innerbetriebliche und außerbetriebliche Konflikte,

Die Wirtschaftsmediation löst Konflikte in Unternehmen und die Beteiligten gewinnen durch sie die für den Erfolg notwendigen Eigenschaften und Fähigkeiten zurück.


Hermann Kulzer Wirtschaftsmediator
kulzer@pkl.com

03.04.2015 Der Bruderkrieg Adidas gegen Puma / Der Konflikt als Antrieb oder Ursache für Krisen
Information Adidas gegen Puma und andere Konflikte.
Oft gibt es Streit unter Gesellschaftern oder Geschäftsführern:
- einer arbeitet (gefühlt) mehr als der andere
- einer hat größerer Ausgaben als besprochen
- einer will immer alles entscheiden
- einer kümmert sich nicht um sein Aufgabengebiet
- einer macht Fehler u.s.w.

Es gibt Privatfehden, die im Unternehmen ausgetragen werden.
Manchmal sind derartige Konflikte ein Impuls für einen Neustart oder eine Trennung, aus der Positives erwächst. Dazu wird der Fall Adidas kurz dargestellt.  Oft leidet aber das Unternehmen durch den Konflikt. Es gerät in die Krise. Dies wird an Hand der Fälle Media- Satur und Suhrkamp- Verlag dargestellt.
Es bedarf hier nicht der klassischen Sanierungsberatung oder einer betriebswirtschaftlichen Beratung sondern eines Konfliktmanagements. Wie kann man Konflikteskalationen vermeiden? Dazu Ziff. 6.

1. Der Fall Adidas
2. Der Streit um Media-Saturn
3. Konflikt, Eskalation und Schaden im Fall Suhrkamp-Verlag
4. Streit zwischen Gründer und Insolvenzverwalter: Der Fall Procon
5. Was sind mögliche Folgen von Gesellschafterkonflikten?
6. Wie kann man Konflikte unter Gesellschaftern und deren Eskalation vermeiden?

zu 1. Der Bruderkrieg Adidas gegen Puma
Adolf "Adi" Dasler (geb. 1900 und gestorben 1978 in Herzogenaurach) war der Gründer der Sportartikelherstellers Adidas. 1920 übernahm er den Betrieb des Vaters und stellte von nun an Turnschuhe her.
1924 stieg auch sein Bruder Rudolf Dassler in die Firma ein.
Bei den Olympischen Spielen trugen bereits mehrere Sieger die Schuhe von Adolf Dassler.

Nach Ende des zweiten Weltkriegs bekriegten sich die Brüder bis zur ihrem Tod und die  Nachkommen darüber hinaus. Rudolf Dassler hatte den Verdacht von seinem Bruder Adolf bei den Militärbehörden denunziert worden zu sein, um ihn aus dem Unternehmen zu drängen.
Daraufhin denunzierte als Retourkutsche auch seinen Bruder Rudolf Dassler.
Die Anschwärzungen blieben ohne Folgen, das Verhältnis war aber restlos zerrüttet.
Die Brüder beschlossen, das Unternehmen aufzuteilen.
Adolf Dassler gab seinem Unternehmen den Namen Adidas, Rudolf nannte sein Unternehmen Puma.
1970 weitete sich der Bruderkrieg durch einen Streit um den brasilianischen Fussballsuperstar Pele zum Söhnekrieg aus. Bis 1995 war die Firma Adidas in Famliienbesitz und wurde dann an die Börse geführt.

zu 2. Der Streit um Media-Saturn und das alte Vetorecht
Media Markt wurde 1979 gegründet, entwickelt sich schnell und wurde 1996 zur börsennotierten Aktengesellschaft und eines der größten deutschen Unternehmen.
2011: Gründer von Media Saturn, Erich Kellerhals und Vorstände der Mehrheitseignerin Metro beginnen Streit um Ausrichtung des Elektrohändlers, Errichtung eines Beirats und Vetorecht der Gründungsgesellschafter. Die Gründungsgesellschafter haben im alten Gesellschaftsvertrag eine Regelung wonach alle Beschlüsse im Gesellschafterausschuss mit einier Mehrheit von 80 Prozent gefasst werden müssen. Kellerhals hält jedoch 21 Prozent.
Der Vorstandsvorsitzende Cordes hält dieses Vetorecht für rechtswidrig und möchte einen Beirat installieren.
Es kommt zum Rechtsstreit.
Das Oberlandesgericht München forderte in zweiter Instanz eine Entscheidung durch ein Schiedsgericht.
Dieses bestätigte die Rechtmäßigkeit einer Beiratsbildung aber auch eine Vetomöglichkeit für den Gründungsgesellschafter Kellerhals.
Die Beschwerde von Kellerhals gegen die Errichtung des Beirats wird im Juli 2013 vom BGH abgewiesen. Europas führender Elektrofachmarkt taumelte und war für Anleger in der Phase des Streits wenig attraktiv. 

Zu 3.  Konflikt und Eskalation im Fall Suhrkamp
Suhrkamp-Gesellschafter Hans Barlach (39 Prozent Kommanditanteile) und
Chefin des Verlags, Ulla Unseld-Berkéwicz (59 Prozent Anteile) hatten sich völlig zerstritten.
Der Presse sprach von Konflikt zwischen Kapital und Geist oder von Konflikt zwischen Rendite und intellektuellem Programm (Süddeutsche Zeitung vom 27.10.2013 S. 23).
Der Traditionsverlag geriet dadurch in eine Schieflage mit existenzieller Bedrohung.
Die Rettung sollte über ein Insolvenzverfahren erfolgen - durch gezielte Nutzung der Sanierungswerkzeuge der Insolvenzordnung:
  • Abkürzung des Insolvenzverfahrens mittels Insolvenzplan 
  • Umwandlung (von KG in AG)
  • Änderung der Gesellschafter- und Mitspracherechte
Barlach hat die Insolvenzeinleitung und den Insolvenzplan bekämpft.
Nach seiner Ansicht soll die Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit) absichtlich herbeigeführt worden sein, um ihn als Gesellschafter herauszudrängen. 
Im Wege eines einstweiligen Rechtsschutzverfahrens versuchte er den Insolvenzplan zu verhindern. 
Die Gläubiger haben im Oktober 2013 in einer nicht öffentlichen Gläubigerversammlung dem Insolvenzplan zugestimmt. In allen drei Gläubigerguppen hat es eine klare Mehrheit für das Konzept gegeben, Frankfurter Allgemeine vom 23.10.2013 S.1.
Das Amtsgericht Berlin- Charlottenburg hat am 15.01.2014 der Umwandlung des Suhrkamp Verlages von einer Kommanditgesellschaft in eine Aktiengesellschaft zugestimmt, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 16.01.2014 S.25. 
Barlach hat Rechtsmittel eingelegt und errang vor dem Bundesgerichtshof einen Erfolg.

zu 4.  Streit zwischen Gründer und Insolenzvverwalter: Der Fall Prokon

Carsten Rodbertus ist der Gründer die Windkraftunternehmens Prokon.
75.000 Anleger mit Forderungen von 1,4 Milliarden Euro sind betroffen.*
Die Gesellschaft geriet in die Insolvenz. Es wurde der Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin bestellt.
Dann gab es heftigen Streit über den besten Weg der Sanieruing:
Rodbertus wollte alles erhalten und über einen Insolvenzplan die Sanierung vornehmen.
Er behauptet innerhalb von 3 bis 5 Jahren könnten die Gläubiger 90 bis 100 Prozent Quote ausbezahen.
Der Gründer warf dem Insolvenzverwalter vor, er würde das Unternehmen zerschlagen wollen.
Er versuchte viele Anleger für seinen Plan zu gewinnen.
Sie sollten Vollmachten an einen bestimmten Rechtsanwalt für die Gläubigerversammlung erteilen.
Der Insolvenzverwalter wollte nur das Kerngeschäft fortführen und andere Teile des Unternehmens verkaufen. Der Insolvenzverwalter warf dem Gründer vor, seine Berechnungen und seine Prognosen seien unrealistisch. 
Viele Anleger hatten auf Grund der Berichte Strafanzeige erstattet.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt (Stand 17.07.2014 SZ vom 16.07.2014 S. 20).
Das zuständige Insolvenzgericht Itzehaue hat in einer aufsehenerregenden Entscheidung 13.000 Prokon-Anleger wegen einer "Interessenverfilzung" faktisch von der Gläubigerversammlung ausgeschlossen und ein Stimmrecht versagt, vgl. FAZ vom 23. Juli 2014 AZ 28 E1/14.
Nach Überzeugung des Insolvenzgerichts stand fest, dass der Rechtsanwalt, der 13.000 Anleger in der Gläubigerversammlung vertreten sollte, als weisungsabhängiger Strohmann des geschäftsführenden Gesellschafters auftrat. Er wollte verhindern, dass der Insolvenzverwalter gegen den alten Geschäftsführer vorgeht.  Eine solche Einflussnahme wollte das Gericht unterbinden.

zu 5. Was sind mögliche Folgen eskalierenden Konflikten
  • Rufschaden für die Gesellschaft und die Gesellschafter
  • Seifenoper um zerstrittene Partner ua.
  • Kundenverunsicherung und Verlust von Kunden
  • Verunsicherung der Mitarbeiter
  • Konflikte unter Mitarbeitern, weil es Koalitionen gibt
  • Kündigung von wichtigen Mitarbeitern, weil sie das Streiten der Chefs nicht mehr ertragen
  • Verunsicherung der Hausbank
  • Kündigung der Hausbank
  • Beeinträchtigung der Produktivität
  • Umsatzeinbruch 
  • Gewinneinbruch
  • Rückstellungen für Prozessrisiken
  • Prozesse durch verschiedene Instanzen
  • Prozesskosten, die weit höher liegen als ursprünglich angenommen
  • Prozessnebenkosten, die über den Prozesskosten liegen
  • Verzweiflung über das Rechtssystem, das Warten, das Sich-im-Kreis-Drehen
  • Mehrfache Anwaltswechsel wegen gefühlter Erfolglosigkeit
  • Beeinträchtigung des Firmenwertes
  • Zerschlagung von Vermögenswerten
  • Insolvenz der Gesellschaft
  • Persönliche Haftung der geschäftsführenden Gesellschafter 
  • persönliche Insolvenz der geschäftsführenden Gesellschafter
  • strafrechtliche Ermittlungen gegen die Beteiligten wegen wechselseitiger Strafanzeigen
  • strafrechtliche Verurteilung
  • Zusammenbruch der Familie / Scheidung 
  • gesundheitliche Folgen
  • Burn out
  • Herzinfarkt
zu 6. Wie kann man bei Konflikten eine Eskalation vermeiden?
Die Wirtschaftsmediation oder Klärungshilfe bietet Möglichkeiten Konflkte zu bewältigen.
Der Mediator unterstützt die Konfliktpartner eine sachgerechte Lösung und eine win-win Situation zu finden. Schaden für die Gesellschaft,  die Gesellschafter und Gläubiger kann abgewendet werden.

Ferner können Gläubiger und der Schuldner vor Einleitung eines Insolvenzverfahrens sich auf einen Insolvenzverwalter oder Sachwalter verständigen. Konflikteskalationen lassen sich durch rechtzeitige Kommunikation vermeiden.

Ich
stehe für Klärungshilfen oder Wirtschaftsmediationen gerne zur Verfügung.


Kulzer Hermann MBA
Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht
Fachanwalt für Insolvenzrecht
Wirtschaftsmediator (DIU Dresden International University).


Tel: 0351 8110233
Fax: 0351 8110244
Kulzer@pkl.com
www.pkl.com
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Verfasser: Hermann Kulzer MBA Fachanwalt für Insolvenzrecht, Wirtschaftsmediatior (DIU)
11.10.2012 Wirtschaftsmediation zur intelligenten Konfliktlösung und Klärungshilfe
Information

Wirtschaftsmediation hilft intelligente und kreative Lösungen zu finden, bei der beide Seiten zufrieden gestellt sind. Es soll eine tragfähige Lösung gefunden werden.

Wirtschaftsmediation ist kein Feilschen um Positionen, kein Aufgeben von Interessen.

Es ist die zielorientierte Suche, den "Kuchen" zu erweitern.
Meist gibt es bei den Streitenden Denksperren.
Man denkt in der Kategorie: entweder man gewinnt oder verliert- entweder man setzt sich durch oder der andere.

"Es ist eine Sache des Prinzips" ist oft das Argument der Streitenden, warum Verhandlungen abgebrochen werden.

Oft lassen sich die Interessen vereinbaren oder ergänzen sich.
Interessen müssen sich nicht decken. Die Diskrepanz der Interessen ist auch Chance für Gewinner-Gewinner Lösungen durch gegenseitigen Nutzen.

Das Verhandlungsergebnis soll auf objektiven Kriterien aufbauen und auf objektiven Argumenten, nicht auf Druck oder Drohungen. Dies erhöht die Akzeptanz der Einigung.
Bei der Mediation unterwirft man sich nur vernünftigen Prinzipien.

Wirtschaftsmediation ist:

  • sofort einsetzbar
  • schnell und effizient
  • unbürokratisch
  • ergebnisorientiert
  • konstruktiv, konfliktlösend und kooperativ
  • differenzierend bezüglich der Lösungen, die die Bedürfnisse und die konkrete Situation der Konfliktpartner berücksichtigen und einarbeiten
  • zeitsparend, kostensparend
  • kostenvermeidend
  • Risikomanagement, weil man nicht Gefahr läuft, vor Gericht zu unterliegen, sondern eine Lösung findet, die für alle Seiten fair und akzeptabel ist
  • positiv und stellt ein gutes Betriebsklima her
  • Chance, die gute Geschäftsbeziehung zwischen Ihnen und Ihrem Konfliktpartner aufrechtzuerhalten oder wiederherzustellen.
  • fair, weil neutrale Kriterien angesetzt werden
  • zukunftsorientiert und nicht zurückblickend

Ich stehe als Wirtschaftsmediator hilfestellend mit Techniken zur Verfügung, um Alternativen zu den bekannten festgefügten Kategorien zu  entwickeln. Intelligente Lösungen befriedigen die Interessen beider.


Hermann Kulzer MBA
Rechtsanwalt, Fachanwalt, Wirtschaftsmediator

 

 

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Verfasser: Hermann Kulzer MBA Rechtsanwalt Fachanwalt Wirtschaftsmediator
10.10.2010 Vorteile einer Wirtschaftsmediation im Vergleich zu langen Gerichtsprozessen
Information

Wirtschaftsmediation ist

  • sofort einsetzbar
  • schnell und effizient
  • unbürokratisch
  • ergebnisorientiert
  • konstruktiv, konfliktlösend und kooperativ
  • differenziertend bezüglich der Lösungen, die die Bedürfnisse und die konkrete Situation der Konfliktpartner berücksichtigen und einarbeiten
  • zeitsparend, kostensparend
  • kostenvermeidend
  • Risikomanagement, weil man nicht Gefahr läuft, vor Gericht zu unterliegen, sondern eine Lösung findet, die für alle Seiten fair und akzeptabel ist
  • positiv und stellt ein gutes Betriebsklima her
  • Chance, die gute Geschäftsbeziehung zwischen Ihnen und Ihrem Konfliktpartner aufrechtzuerhalten oder wiederherzustellen.

 

Ich stehe Ihnen als Wirtschaftsmediator gerne professionell zur Verfügung.

Bitte rufen Sie an oder schicken Sie mir eine email.

 

Kulzer@pkl.com

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Verfasser: Hermann Kulzer MBA Rechtsanwalt Fachanwalt Wirtschaftsmediator

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